Fünf Wege aus der Grübelfalle.

Ich begegne in meinen Trainings und Coachings manchmal Menschen, die sehr traurig sind. Manche Menschen sind verzweifelt und leiden an dem, was sie in ihrem Alltag erleben. Manche Menschen fühlen sich unter Druck gesetzt. Andere Menschen fühlen sich von anderen daran gehindert, freie Entscheidungen zu treffen und ein Leben zu leben, das sie glücklich macht.

Dabei ist es unsere Wahrnehmung der Dinge, die entscheidet, ob wir etwas als Belastung oder als Freude erleben. Unsere Wahrnehmung entscheidet, ob ich von anderen daran gehindert werde, glücklich zu sein – oder ob ich mich von ihnen daran hindern lasse, glücklich zu sein. Unsere Wahrnehmung können wir zum Glück verändern. Wir können entscheiden, wie wir die Dinge erleben, die es in unserem Leben gibt. Wir können uns in jedem Moment entscheiden, wie wir etwas erleben und bewerten wollen.

Zum Glück sind das alles nur Gedanken, die sich wie Herbstlaub durch unseren Kopf bewegen. Sie kommen und gehen. Wenn ich ihnen nicht folge und hinterherschaue, dann ziehen sie weiter. Sie gehen völlig unbekümmert ihrer Wege und lassen sich von mir nicht einmal stören. Wenn ich jedoch meine Aufmerksamkeit auf diese Gedanken ausrichte, dann werden diese belastenden Gedanken immer größer und mein gedanklicher Spielraum immer kleiner. Ich lasse mich in dieses Gedankenkreisen hineinziehen, so dass mir ganz schwindelig davon wird.

Um diesen Strudel an Gedanken zu unterbrechen, gibt es verschiedene Wege. Alles beginnt zunächst mit der Wahrnehmung der eigenen Gedanken. Achtsamkeitstraining kann dabei helfen, mit den eigenen Gedanken vertrauter zu werden. Denn nur wenn ich weiß, mit wem ich es zu tun habe, kann ich ihm auch begegnen. Mit dem Achtsamkeitstraining lerne ich auch nach und nach diesen Gedanken nicht mehr zu folgen. So stellt sich Ruhe im Kopf ein. Die gleiche Erfahrung kann ich mit anderen Entspannungstechniken machen wie z.B. dem Autogenen Training. Mit den Übungen lerne ich meine Aufmerksamkeit immer wieder auf die Formeln des autogenen Trainings zu richten. Ich trainiere meinen Fokus und die Konzentration und übe mich darin, mich nicht ablenken zu lassen. Eine dritte Methode, um das Gedankenkarussell loszuwerden, ist die Gedanken-Stopp-Technik, wie ich sie im Workshop Stress bewältigen. Resilienz aufbauen. Lebensqualität erhöhen. (Resilienztraining) unterrichte. Dort arbeitet man mit hilfreichen Affirmationen, die individuell formuliert werden. Ebenfalls können Blitzentspannungsübungen helfen, aus dem Strudel der Gedanken herauszukommen. Übungen und Tätigkeiten, die meine ganze Aufmerksamkeit auf sich ziehen, wie z.B. eine Handmassage mit dem Igelball oder Übungen aus dem Gehirnjogging, sorgen dafür, dass ich ganz im Moment bin. In meinem Podcast “Was mich glücklich macht.” habe ich in der sechsten Episode über den Zusammenhang von unseren Gedanken und Glück gesprochen. Hier kannst du sie dir anhören.

Vielleicht unterstützen dich diese Strategien dabei, um besser entscheiden zu können, welche Tonleiter du in deinem Leben wirklich spielen möchtest. Das Leben hält alles bereit: Moll und Dur. Die lauten und die leisen Töne.