Was der Regen mit Achtsamkeit zu tun hat.

In den letzten Wochen war das Wetter hier in Berlin ganz schön unbeständig. Unabhängig davon, was einem der Wetterbericht vorhersagte, musste man eigentlich immer für jeglichen Wetterumschwung gewappnet sein.

Ich erinnere mich noch an einen Tag, an dem ich “nur mal schnell” zum Supermarkt um die Ecke wollte. Dieser Supermarkt ist tatsächlich keine fünf Minuten entfernt und ich bin mit dem Fahrrad gefahren, damit ich meine Einkäufe dann nicht tragen muss. Ich brauchte auch gar nicht besonders viel, sondern wollte nur ein paar kleinere Besorgungen machen. Entsprechend kurz war auch meine Aufenthaltszeit im Supermarkt – keine 15 Minuten würde ich schätzen. Und diese 15 Minuten kamen auch nur dadurch zu Stande, dass ich einige Minuten an der Kasse warten konnte und so meine Achtsamkeitspraxis trainieren konnte. An der Supermarktkasse ist das tatsächlich eine ganz schöne Herausforderung für mich.

Als ich aus dem Supermarkt kam, waren schwarze Wolken am Himmel und die ersten dicken Tropfen fielen schon auf mich herunter. Ich verstaute meine Einkäufe, schwang mich aufs Fahrrad und fuhr schnell nach Hause. Innerhalb dieser wenigen Meter und Minuten war ich mit einem Mal pitschnass… Ich war komplett durchnässt – und freute mich darüber. Es war schön, das Thema Achtsamkeit auch in diesem Moment zu spüren. Normalerweise wäre meine Reaktion auf diesen Regen und das Nasswerden nämlich nicht so positiv gewesen. In diesem Moment war es mir jedoch möglich die Perspektive zu wechseln und wie ein Kind zu beobachten, was passiert und wie es sich anfühlt auf der Haut, wenn dicke Regentropfen die Haut berühren.

So konnte ich die kurze Fahrt nach Hause nutzen, um einmal eine ganz andere Erfahrung mit dem Regen zu machen. Vielleicht hast Du ja in den nächsten Tagen und Wochen die Möglichkeit auch einmal diese Erfahrung zu machen und kannst so einem wechselhaften und regnerischen Tag etwas Schönes abgewinnen.