Warum meine Preise trotz Corona gleich bleiben

Zum 1. Juli 2020 wurde der Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent auf 16 Prozent reduziert, auch der reduzierte Mehrwertsteuersatz schlägt nun nur noch mit 5 Prozent statt mit 7 Prozent zu Buche. Diese Maßnahme gehört zum Konjunkturpaket der Bundesregierung, das aufgrund der wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus erlassen wurde. Die Senkung der Mehrwertsteuer ist bis zum 31.12.2020 befristet.
Wenn du in diesen Tagen in Geschäfte gehst, Fernseher oder Radio anschaltest, kannst du dich vor lauter Sonderangeboten gar nicht mehr retten: Sehr viele Unternehmen geben die Mehrwertsteuersenkung mit großem Tamtam an dich weiter – die Preise werden krumm.

Ich habe mich anders entschieden: Meine Preise bleiben gleich.

Wenn du lernen möchtest, wie du dich kurzfristig besser entspannen kannst, kostet der Kurs Autogenes Training weiterhin 150 Euro.
Wenn dich dein Alltag stresst und du etwas für dich machen möchtest, um dein Leben so zu gestalten, dass es zu dir passt, dann kostet der Kurs Stress bewältigen. Resilienz aufbauen. Lebensqualität erhöhen. weiterhin 150 Euro.
Wenn du herausfinden möchtest, welche Gewohnheiten und Muster dazu führen, dass du unzufrieden bist oder immer wieder über deine Grenzen hinaus gehst, und endlich neue Wege gehen möchtest, die dich zufriedener machen, dann kostet der Kurs MBSR – Stressbewältigung durch Achtsamkeit weiterhin 390 Euro.

Warum ich mich entschieden habe, die Senkung der Mehrwertsteuer nicht an dich weiterzugeben
Alle meine Kurse sind als Präventionskurse zertifiziert. Dadurch erstatten alle gesetzlichen Krankenkassen einen Anteil Kursgebühren. Das sind i.d.R. 80-100% der Kursgebühren (mindestens 75 Euro).
Deine Ersparnis, die durch die Weitergabe der Mehrwertsteuer eintreten würde, beläuft sich auf ca. 4 Euro bzw. 9 Euro – je nachdem für welchen Kurs du dich entscheidest.

Wem kommt die Mehrwertsteuersenkung zugute?
Seit 13 Jahren biete ich Präventionskurse für Entspannung und Stressbewältigung in Berlin an. In dieser Zeit habe ich immer wieder Anfragen von Menschen, die sich die Kursgebühr nicht oder nicht vollständig leisten können. Manchmal reichen die monatlichen Einnahmen nicht aus, um die Kursgebühr in einer Summe zu zahlen oder zum Kursbeginn zu verauslagen. Ich kann mich an niemanden erinnern, für die*den ich keine Lösung gefunden habe, damit eine Teilnahme nicht an den Kosten scheitert. Dafür biete ich nach meinen Möglichkeiten reduzierte Kurspreise und Ratenzahlungen an. Das Risiko und die Kosten dafür übernehme ich seit 13 Jahren anstandslos. Aber auch meine Ressourcen sind begrenzt.

Im Zuge der Coronakrise haben viele Menschen ihren Arbeitsplatz verloren. Wer Glück hat, arbeitet in Kurzarbeit. Aufgrund der Hygienevorschriften fallen viele meiner Kurse und Trainings aus – oder können nur in einer sehr kleinen Gruppe stattfinden. Manche Angebote finden online statt. Die Mieten für meine Kursräume zahle ich weiterhin, auch wenn dort aktuell keine Kurse stattfinden. Ich möchte meinen Beitrag dafür leisten, dass es diese Einrichtungen auch noch nach der Krise gibt.
Auch wenn mich die Coronakrise selbst deutlich getroffen hat, möchte ich die gute Praxis fortführen, meine Kurse zu Konditionen anzubieten, die allen Menschen eine Teilnahme ermöglicht. Ich möchte niemanden ausschließen. Ein Leben mit mehr Lebensqualität zu führen, sollte für alle Menschen möglich sein – unabhängig von Einkommen, sozialer Schicht und Herkunft. Wenn du mich dabei mit den 4 Euro bzw. 9 Euro pro Buchung unterstützt, freue ich mich.

Falls du auf die Weitergabe der reduzierten Mehrwertsteuer angewiesen sein solltest oder du selbst die Kursgebühr nicht aufbringen oder verauslagen kannst, schreib mir. Wir finden eine Lösung.

Berlin, 01.07.2020